Strassenverkehr auf Madeira

Auf Madeira fährt man rechts wie auf dem europäischen Festland. Die Straßen sind asphaltiert und das zweispurige Schnellstraßennetz (via rapida) ist gut ausgebaut. Es gibt keine Autobahnen und keine Eisenbahnstrecken. Das Anschnallen auf den Vordersitzen ist noch nicht allzulange Pflicht und Madeirenser vergessen es noch ganz gerne. Kinder unter 12 Jahren dürfen laut Vorschrift nicht vorne sitzen. Ebenso "neu" für die Inselbewohner ist der zur Zeit entstehende Schilderwald und die Ampelanlagen. Grundsätzlich ist der Fahrstil ruhig und gemütlich. Ausserhalb der Städte ist oftmals kein Fahrbahnmittenmarkierung und der schnellere hat hier eher die Vorfahrt.

Mietwagen

Wer ausserhalb von Funchal die Insel auf eigene Faust erkunden will, tut gut daran einen Mietwagen zu leihen. Sie brauchen kein großes Fahrzeug (schon wegen mancher enger Straßen), da es keine großen Distanzen zu überwinden gilt. So sind Sie in weniger als einer Stunde von Funchal im Süden bis nach Sao Vicente im Norden. Es gibt jedoch so viel zu sehen, dass nicht Geschwindigkeit sondern Aufmerksamkeit für die wunderschöne Natur angebracht ist. Die grossen Hotels bieten an der Rezeption meistens nur eine favorierte Autovermietung an. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Angeboten, die es in Leistung und Preis zu vergleichen gilt - die Unterschiede sind gewaltig! Der Mietpreis für eine Woche Fahrzeugmiete liegt bei ca. 170 Euro. Achten Sie darauf, dass alle Versicherungen (ohne Selbstbeteilung) enthalten sind.

Üblich ist, das Fahrzeug für die ganze Zeit auf Madeira anzumieten (z.B. 7 oder 14 Tage) und es entsprechend direkt am Flughafen in Empfang zu nehmen und auch dort wieder abzustellen. Unsere Erfahrung ist, dass eine Online-Buchung preiswerter ist, also vor Ort zu buchen. Wichtig ist bei der Übergabe den Zustand des Fahrzeugs eingehend zu überprüfen. Bei preiswerten Anbietern ist es schon vorgekommen, dass das Fahrzeug Mängel hat oder der Verbandskasten fehlt. Diese Fahrzeuge haben dann auch meistens schon höhere Kilometerleistungen hinter sich. Die renomierten Mietwagen-Anbieter wechseln häufiger die Fahrzeugflotte, so dass kaum ein Wagen älter als 2 Jahre ist. Im Billigsegment sind typischerweise Seat, Nissan Micra und Fiat Punto und Volkswagen Fox vertreten. Klimaanlage wird nicht wirklich gebraucht - Madeira ist selten heiss und in den Bergen eher kühl.

Die Übermittlung der Zahlungs-daten, wie Kontoverbindung oder Kreditkarte erfolgt bei SiXT holiday cars selbstverständlich sicher und SSL verschlüsselt. Bei Kreditkarten-zahlung erfolgt die Abbuchung 3 Wochen vor Abreise. Sie erhalten per email eine Rechnung und einen Voucher, den Sie sich ausdrucken können und als Beleg der Buchung gilt. Bei der Fahrzeugübernahme sollten Sie Ihren Führerschein, Personalausweis und Kreditkarte bereit halten, denn auf die Kreditkarte erfolgt eine Kaution-Belastung, die nicht in Anspruch genommen wird, wenn kein Schaden entsteht. Alternativ erhöht sich der Mietbetrag um eine Versicherungssumme von ca. 3,50 Euro pro Tag, die Sie per EC-Karte oder Kreditkarte bezahlen und nicht erstattet bekommen. Auf die Anmietung eines Fahrzeugs erhalten Sie Lufthansa Miles&More Punkte gutgeschrieben.

Sixt Holiday Cars oft schon ab 176 €/Woche* für Fahrzeugtyp-Gruppe A = Peugot 107
holiday autos oft schon ab 169 €/Woche* "Sunshine-Tarif" Fahrzeugtyp 0+ VW Lupo
DriveFTI oft schon ab 189 €/Woche* für Kategorie Opel Corsa 2 Türer
SunnyCars oft schon ab 186 €/Woche* für Gruppe "Y" z.B. Peugot 107
Autoeurope oft schon ab 133 €/Woche* Aktionspreis für einen Peugot 206

Handys

Mittlerweile wird auch bestraft, wer beim Autofahren ohne Freisprechanlage telefoniert. Achten Sie bitte darauf, Ihre mobile Freisprecheinrichtung (z.B. Ohrstöpsel mit Mikrofon an Kabelverlängerung) im Urlaub mitzunehmen .... wenn Sie denn wirklich im Urlaub noch ein Handy brauchen wollen.

Fahrkenntnisse

Einige wenige enge Strassen und Gassen erfordern es schon mal, den Rückwärtsgang einzulegen, um dem nahenden Bus den Vorrang zu lassen. Der Großteil der Insel ist mittlerweile gut ausgebaut. Viele Kurven sind in den Bergen selbstverständlich und entsprechend für Motorradfahrer ein Paradies. Für das Stadtgebiet von Funchal ist eigentlich nicht wirklich ein Mietwagen notwendig: Taxis finden sich preiswert an vielen Haltestellen und das Bussystem reicht bis in die entlegenen Winkel der Insel. Für individuelles erkunden von Land und Leute empfehlen wir allerdings den Mietwagen, da unsere Erfahrung zeigt, dass selbst nach mehreren Madeira-Besuchen noch längst nicht alles Interessante gesehen wurde. Selbst 2 Wochen Madeira gehen da viel zu schnell vorbei.

Tankstellen

Das Tankstellensytem ist mittlerweile gut ausgebaut. Trotzdem empfiehlt sich, auf die Tankanzeige zu schauen, wenn eine Tour in die Berge angesagt ist. Die Spritpreise sind ähnlich den Preisen in Deutschland - jedoch eher günstiger. Fast alle Tankstellen haben abends geschlossen. Nur im Stadtzentrum sind vereinzelte länger auf - jedoch nicht die ganze Nacht.